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EP Entwerfen 2

Look beyond the horizont!

 … genau in der Nacht wuchs ein Wald in seinem Zimmer. Der wuchs und wuchs, bis die Decke voll Laub hing Und die Wände so weit wie die ganze Welt waren….

Heim(lich)

Die Zeit scheint still zu stehen. Abgesondert und versteckt vegetieren wir in unseren eigenen vier Wänden vor uns hin, die Tage sind ident, die Wirklichkeit verschwimmt. Die Welt da draußen existiert nur mehr in unserer Erinnerung. Wir träumen uns an Orte, an denen wir schon waren, an denen wir nun gerne wären. Und doch bleibt nur ein Ort, das Zuhause, das Heim. Ein Still-leben.

Nach was wir uns jedoch sehnen ist das Unerwartete, die Überraschung, die Schönheit des Ungewissen. Tag für Tag wird der Screen dabei zum Sehnsuchtsfenster in andere Welten. Aus dem  Stillleben heraus blicken wir in die Tiefe des virtuellen (Bild-)Raumes. Eine Matrix aus winzigen Dioramen und Portalen zu anderen Orten, die unsere Neugier schüren auf das was wir so schmerzlich vermissen: Das Fremde, das sprichwörtlich Un-heimliche!

Beyond the unheimlich

In diesem Sinne gilt es dieses Semester einen fiktiven Ort zu Entwerfen, dessen Bedeutung im Humus eurer Erinnerungen verborgen liegt. Analog zur Methodik des Stratifizierens, bei der man langsam keimendes Saatgut in feuchten Sand oder Wasser schichtet, um es schneller zum Keimen zu bringen, wollen wir mit euch gemeinsam das Zuhause zum Versuchslabor machen.

Diese Spurensuche wird uns auf unbekanntes Terrain führen, vorbei an Inseln, Gärten und spekulativen Landschaften. Wir vermessen, entdecken und erforschen das architektonische Feld vom paradiesischen Garten Eden hin bis zu den endlosen Tiefen des Cyber-Space und verdichten dabei digitale Fragmente, gefundene Objekte und ferne Orte zu einer Kartographie räumlicher Narration. Was wir suchen ist mehr als ein binär-kartesischer Raum, vielmehr ermutigen wir euch der Bedeutung eurer Orte auf den Grund zu gehen und deren Humus Schicht für Schicht abzutragen, um so das Verborgene, Geheimnisvolle und Ungezähmte des Genius Loci zum Vorschein zu bringen. Landschaften formen sich durch die Poesie unserer Blicke, unsere Wahrnehmung. Beyond the Unheimlich finden wir

 

Link zum Video

Lehrende:

Dominic Schwab
Verena Rauch

Semester:

SOSE 2021

Termin[e]:

11.03.2021, 10.00h
erstes Treffen