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Gruppe 1: EP Entwerfen 3

Gruppe 1: Felix Steinbacher und Teresa Stillebacher

 

  >>>>> FIRST WE SAVE THE RAVE...
entchanting chambers of collective becoming


Die Orte des Miteinanders sind in der Corona-Krise rar geworden und beginnen sich erst jetzt wieder zu erholen. Durch den plötzlichen Stillstand im alltäglichen Leben wurden tradierte und sich immer wiederholende Muster als absurd entlarvt. Andere Gewohnheiten wurden sehnlichst vermisst und deren Wichtigkeit erst beim Verlust erkannt.

Das bestehende Gefüge an sich wird nun in Frage gestellt, denn angesichts der Klimakrise, Ressourcenknappheit und neuem Konservativismus wird es Zeit umzudenken und neue Wege zu beschreiten. Die Sehnsucht nach dem Miteinander–sein in Zeiten der Krisen, und das Überwinden einer vordefinierten Lebensweise lassen uns bestehende Architekturen und kulturelle Objekte und deren Bedeutung hinterfragen.

Welche Orte könnten im Moment das ‘Desire of embodied Togetherness’ definieren, wo alles geht und nichts muss? Welche Orte sind es, die genau so viel Fiktion wie Wahrheit enthalten? Wo finden wir die architektonischen Räume, die kulturellen Objekte und kollektiven Rituale, welche das statische, zu Konservativismus und Reaktionismus tendierende Gefüge im Moment schon in Frage stellen? Wohnt diesen das Potential inne, den status quo, vorhandene Trajektorien zu überschreiben und zu manipulieren? Welche Atmosphären soll eine neue Architektur für das gemeinsame Leben beinhalten?

Lasst uns heraustreten aus dem Gleichbleibenden! Wir wollen die Auflösung der Dinge in dem Sinne feiern, indem wir beginnen uns aus dem Mittelpunkt zu rücken und uns als kleinen Teil eines Gefüges zu betrachten. Wir begreifen unsere Umwelt als dynamische, ephemere Assemblage von Objekten, die nicht mehr nur aus dem menschlichen Bewusstsein aus betrachtet wird, sondern in ständiger Wechselwirkung und in Interaktion mit der Welt steht.

Im Sinne eines New Materialism wollen wir jeglicher Materie unserer Umgebung Wirkungskraft zugestehen. Wir wollen diese intensivieren; sinnliche und materielle Affekte herauskitzeln, unsere Sehnsüchte befeuern! Wie schaut der architektonische Raum des ‘gemeinsamen Werdens’ aus? Wir lassen neuartige und überraschende Beziehungen entstehen, die uns verwundern und staunen lassen, wollen das Abweichende und das Paradoxe zur bunten Architekturmaschine erheben und Reibungsflächen für sich ständig verändernde Wechselwirkungen schaffen!

Lasst unsere Sehnsüchte Raum produzieren und kollektive Phantasmen schaffen! Vom Blue Oyster Club zum Hamam, von der Chapel of Desire zur Kammer des Schreckens, vom Zoo für Fabelwesen zur tropischen Grotte, von der Love Parade zum Garten der Lüste - was sind eure Sehnsuchtsorte?

 

...AND THEN WE SAVE THE WORLD

 

METHODE 

Gleich zu Anfang wollen wir durch physische und digitale Modelle verschiedene Objekte zueinander bringen und so architektonische Skulpturen bauen. Wir beschäftigen uns mit Formen, Oberflächen, Texturen, Haptiken und Erscheinungsbild der Objekte und wollen untersuchen, wie auf spielerische Art und Weise eine neue Formensprache und architektonische Qualitäten entstehen können. Wie reagieren diese Objekte aufeinander? - Das Weiche auf das Harte, das Bunte auf das Farblose, das Glatte auf das Gekerbte, das Haarige auf das Nackte? Was passiert zwischen diesen Objekten?
Mit physischen und digitalen Experimenten wollen wir die besonderen Momente in diesen Aufeinandertreffen entdecken. 

Im nächste Schritt wollen wir die Assemblagen inhaltlich anreichern und auf deren architektonische Qualitäten untersuchen. Welche Räume entstehen? Welche Möglichkeiten bieten sich? Wie können die Qualitäten der künstlerischen Modelle in die gebaute Struktur eingearbeitet werden? Wie werden die Räume erschlossen? Wie könnten sie benutzt werde? Welche Funktionen ergeben sich daraus? Wie manifestieren sich die Konzeptgedanken in der Architektur? Die Architekturen die entwickelt werden sollen, sollen Räume beinhalten die für das gemeinsame Ritual stehen. Wie schaut die Architektur aus die dieses Rituale zulassen? Welche Räume ermöglichen uns das gemeinsame Erleben?

Semester:

WS 21-22

Termin[e]:

07.10.2021, 10.00h
erstes Treffen