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MORE THAN THIS

 

DO YOU THINK YOU CAN TELL. ?

More Than This - Eine Theorie des Unsagbaren.

Mir fehlen die Worte – kein Wunder. Was uns bewegt ist unbeschreiblich und lässt sich mit Worten nicht auszudrücken. Architektur ist wie die Kunst ein Topos des Unsagbaren und liegt oft jenseits der Sprache. Umberto Ecos reich illustriertes Buch "Die unendliche Liste" veranschaulicht anhand schwindelerregender poetischer Listen aus der Kunst- und Literaturgeschichte, den Topos des Unsagbaren - das ausdrückliche Sagen, dass man nicht alles sagen kann. Indem er die Liste als intellektuelle Antwort auf das Problem der Kategorisierung profiliert, verdeutlicht er, dass es schon immer unmöglich war, mit der Klassifizierung endlicher Prinzipien konkreter Dinge das Auslangen zu finden. Die Listen die Eco in seinem Band versammelt, reichen von Vergils Darstellung des Hades, Dantes Beschreibung der Engel im Paradies, kirchlichen Heiligenlitaneien, Boschs ausufernden Allegorien, Brueghels Burlesken, Altdorfers Schlachtszenen, Tintorettos Heiligen-Häufung oder Rubens’ Engelsstürzen bis hin zu Rabelais exzessiven Aufzählungen und Borges Anti-Kategorisierungen, um ins Unendliche zu platzen und im „und so weiter“ zu enden. Aber was ist unsagbar? Was ist die Beschaffenheit des Topos des Unsagbaren? Das Unsagbare wird geprägt durch das Prozesshafte, das Ambivalente, die Dualität des Einzelnen und der Vielheit, das Paradoxe. Findet es Umberto Eco im Unendlichen, so beschreibt es Walter Benjamin als das unfassbare Mehr, dass durch herkömmliche Übertragung nicht erfasst werden kann. Der Topos des Unsagbaren ist ein Modell, das Endlichkeit und Unendlichkeit, Idee und Wahrnehmung miteinander konfrontiert./ and even More Than This 

Foto: Rupert Asanger