Entwerfen 1

 

MASKIERT MIT WOLKEN ...

./studio3 goes Kosovo

 

In what ways does the building act? “Is there “action” in architecture’s apparent passivity, in its steady and static permanence? Is the application of the term “behavior” to architectural elements anything more than a pathetic fallacy, or do buildings perform in some way?” (David Leatherbarrows)

Dieses Semester beschäftigen wir uns mit der Theatralität des Raumes. Die Aufgabe besteht darin, ein Konzept beziehungsweise, eine architektonische Idee für ein experimentelles Theater zu entwickeln, welches als Ort des performativen Aktes, als Territorium des künstlerischen Austausches und als Schauplatz utopischer Ideen fungieren soll. Dabei werden wir uns weniger mit der Frage beschäftigen, was ein Gebäude ist, als mit jener, was ein Gebäude TUT. Was bedeutet es, Raum als einen Akt oder eine Performance wahrzunehmen? Wie können wir Architektur als eine aktive und vitale Entität verstehen? Ist es möglich Kausalität als die Substanz des Räumlichen zu interpretieren? Wie definieren wir immersive Raumwahrnehmung? Was ist der Stoff aus dem Räume sind? Die Untersuchung jener Fragen führt uns in den Kosovo, genauer nach Strellc. Die Kulla, ein architektonischer Archetypus dieser Region ist der Ausgangspunkt unserer räumlichen und szenischen Intervention. Die Auseinandersetzung mit dem Medea-Mythos und seinen unzähligen Inszenierungen und Übersetzungen in Film, Theater, Literatur und Kunst dient uns dabei als unerschöpfliches Archiv visueller Inspiration und architektonischen Vokabulars. Gezielt wenden wir uns der Aktivität des Raumes, seiner Beschaffenheit und seiner theatralen Qualität zu. Dabei werfen wir alle Konventionen über Bord, und tauchen ein in die Multidimensionalität des Räumlichen; denn wie schon John Cage meinte:
„There is no such thing as empty space!“

Lehrende:

Uwe Brunner
Kathrin Aste

Lehrveranstaltung:

848201 Entwerfen 1

Semester:

SS 2019

Ort:

Institut ./studio3

Termin[e]:

13.03.2019, 10.00h bis 15.00h
Einführung am ./studio 3