Entwerfen 1 WILD AT HEART

 

 

WILD AT HEART -  die mit dem W o l f tanzen

Ist der Mensch das Maß aller Dinge? Der menschliche Maßstab dient in der Architektur immer schon als eine Funktionsüberprüfung von Raumnutzung und Raumgestaltung. Die klassische Moderne stellte die Geometrie des Menschen ins Zentrum der Raumentwicklung und in die Mitte der Architektur. Ist diese Sichtweise legitim? Was bedeutet Masstab? Was bedeutet Proportion? Was bedeutet es, diese Sichtweise zu verändern und den Menschen nicht mehr als statisches, messbares Modell in den Mittelpunkt der Raumentwicklung zu stellen?

Den menschlichen Körper verwenden wir als Maß unserer Untersuchungen. Jedoch weniger im Sinne des Modulors à la Le Corbusier oder des Vitruvianischen Mensch, sondern als sich bewegendes, sich ständig veränderndes emphatisches Wesen, das permanent Beziehungen eingeht und durch Instinkte geprägt ist.

«Ich will Menschen-Typen schaffen und keine Porträts, und ich will das Wesen des Raumes und keine Interieurs» sagt Oskar Schlemmer. Wir entwickeln zoologische Phantasien um uns neu zu verorten. Auf der Suche nach neuen Wahrnehmungsoptionen, entwickeln wir für das ambivalente, zwischen Digitalisierung und Natur stehende “Wesen Mensch” Zeichen und Bilder. Es wird der Bewegungsraum ausgelotet, der den Negativraum des Dazwischen beschreibt. Wir sind Betrachter unserer eigenen Bewegung und unserer eigenen Wesen.

Im Sinne von Humboldt, «Wann immer einen die Dinge erschreckten, sei es eine gute Idee, sie zu messen.« sehen wir uns von außen und reflektieren uns selbst. Wir suchen uns Methoden wie Abstraktion und Manipulation, um eine Evolution von Raumsequenzen zu erstellen. Den Fokus der Wahrnehmung verschieben wir und die Empathie gegenüber Raum und Natur wird intensiviert. «We are not a collection of individuals, but beasts, living as an ecosystem. We are completely outside ourselves, and the world is completely inside us.« (Holly Herndon, Extreme Love)

 

Wir arbeiten mit Motion Tracking, um unseren Bewegungsraum auszuloten und erfinden Apparaturen um diesen immer neu zu erweitern und zu verändern. Es werden neue Wesen geboren die räumliche Verbindungen und Beziehungen sichtbar machen. Der Abdruck der Wesen im Raum wird über verschiedene Methoden und Messwerkzeuge, sowie Medien gelesen. Es gibt die Silhouette, das Echo, Delay, Widerhall. Abstraktes Raumdenken passiert auf der Überprüfung der Realität - sozialer Raum - architektonischer Raum - Stadtraum. Wir besichtigen den Zoo der uns umgibt, suchen die Absurdität, und bauen neue Bilder architektonisch animalischer Vorstellungen. wuff

 

Oh, life is bigger It’s bigger Than you. (REM – losing my religion)

 

 

 

Lehrende:

Ferdinand Fritz
Teresa Stillebacher

Lehrveranstaltung:

848206 EP Entwerfen 1

Lehrgebiet:

BA Pflichtmodul 17: Architekturentwurf 1

Semester:

WS 19-20

Ort:

Institut ./studio3

Termin[e]:

10.10.2019, 14.00h
EINFÜHRUNG
17.10.2019, 12.00h
EXHIBITION ART PIECE
24.10.2019, 09.00h bis 18.00h
WORKSHOP mit Ferdi
31.10.2019, 10.00h
CRIT
07.11.2019, 13.30h
CRIT
14.11.2019, 13.30h
CRIT
20.11.2019, 10.00h bis 21.11.2019, 18.00h
MID REVIEW
28.11.2019, 10.00h
CRIT
05.12.2019, 10.00h
CRIT
11.12.2019, 10.00h bis 12.12.2019, 18.00h
WORKSHOP
09.01.2020, 10.00h
CRIT
16.01.2020, 10.00h
CRIT
23.01.2020, 10.00h
CRIT
30.01.2020, 10.00h
END REVIEW